Es gibt viele Aspekte, die mich an der Arbeit mit Ton faszinieren, vor allem aber ist es der Entstehungsprozess, von der Idee, vom „rohen Klumpen“ bis zum Endprodukt, der fertigen Arbeit.

Ich berühre, be-greife das Objekt so oft mit den Händen, „begleite“ und beobachte es durch so viele Phasen, dass ich zu jeder Arbeit ein richtiges „Naheverhältnis“ aufbaue.

Einen Tonpatzen zu modellieren ist ja noch lange nicht alles. Jeder, der sich mit dieser Materie schon intensiver auseinander gesetzt hat weiß, dass da noch viele Phasen und Stationen dazwischen liegen.

Nach dem groben Modellieren der Arbeit steht das feine, genaue Nacharbeiten der Konturen an nächster Stelle – dazu muss die Arbeit eine gewisse Zeit an der Luft gestanden haben und ein wenig gehärtet sein (lederharter Zustand) – dann folgt wieder ein Trocknungsprozess, der Ton härtet aus, und es folgt der Rohbrand im Brennofen. Dann wird in den meisten Fällen glasiert – und wieder gebrannt – die letzte Phase.

Bei mir ist die Arbeit bereit fürs offene Feuer (nach dem Rohbrand bei ca. 850 – 950 Grad) auch da wird der Ton dementsprechend vorbereitet, je nach den Effekten, die man erzielen möchte. Der Brand im offenen Feuer ist jedes Mal ein besonderes Erlebnis und dauert einen ganzen Tag – dann kühlt der Brand ab und ich kann es meist schon nicht mehr erwarten meine Stücke aus der Asche zu holen.

Und dann, so zirka einen guten Monat nach der Idee, dem Beginn der Arbeit, hält man das Endprodukt in Händen.